Alles rund um den berühmt – berüchtigten Schnaps der Wildschönau

EIN WUNDERMITTEL – DER WILDSCHÖNAUER KRAUTINGER

Unzählige Legenden ranken sich um den „Krautinger“. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass jeder, der einmal im Leben zum einzigartigen Rübenschnaps gegriffen hat, eine andere Geschichte von wundersamen Wirkungen und unglaublichen Effekten zu berichten weiß. Der „Krautinger“, auch „Krautschnaps“ genannt, ist ein altbewährtes Volksheilmittel. Die Wildschönauer schwören darauf: „Was da in die Flasche gefüllt wird, ist nicht irgendein Schnaps, sondern ein Wundermittel für den Magen und allerlei andere Wehwehchen.“ Auch viele Gäste haben ihren Urlaub in Tirol schon mit dem herzhaften Schnaps gewürzt.

Das Monopol, diesen hochprozentigen Helfer herzustellen, verdanken die Wildschönauer der Kaiserin Maria Theresia. Ein Privileg, um das sie alle Freunde genussvoller Gesundheit und gesunden Genusses beneiden. Nur im Unterländer Hochtal wird der „Krautinger“ gebrannt und sonst nirgendwo in Tirol und Österreich. Ursprünglich wurde 51 Wildschönauer Bauern das Recht zum „Krautinger brennen“ zugestanden, heutzutage sind es um die 15 Landwirte, die von diesem Recht Gebrauch machen.

Grundlage ist die weiße Stoppelrübe (auch Wasserrübe genannt). Sie wird im Sommer und Herbst geerntet, muss sauber gewaschen und zu Brei verkleinert werden. Die Maische wird auf ein Drittel ihrer ursprünglichen Menge eingedickt, 48 Stunden mit Germ (Hefe) angesetzt und schließlich gebrannt.

So einfach, wie es klingt, ist die Angelegenheit aber nicht. Spezialisten sind überzeugt, dass viele Dinge mitspielen, wenn es um die Qualität geht. Unter anderem das Feuer: Elektrische Kessel werden verschmäht, Buchenholz sorgt für die nötigen Temperaturen. Auch das besondere Höhenklima der Wildschönau leistet seinen Beitrag. Eine Herausforderung schließlich stellt der Rübensamen dar. Eingefleischte „Krautingerbrenner“ verabscheuen Industriesamen und ziehen die Samenkörner selbst.

Der Schnaps der Kaiserin – Openair-Theater in Niederau

NOCH 6 TAGE – HEIMATBÜHNE WILDSCHÖNAU: “DER SCHNAPS DER KAISERIN” FEIERT AM 28. JUNI PREMIERE

Freunde des guten Volks-und Bauerntheater kommen am kommenden Freitag voll auf ihre Rechnung. Die Heimatbühne Wildschönau steht im Finale der Probenarbeit für die große Uraufführung “Der Schnaps der Kaiserin”, die am 28. Juni 2019 als Freilichttheater beim “Moarstad’l” in Niederau in Szene geht.

Der im ganzen Alpenland bekannte bayrische Theaterautor, Schauspieler und Regisseur Peter Landstorfer, hat nach “Glaube-Hofer-Heimat”, dies vor 10 Jahren im Hochtal mit großem Erfolg gespielt wurde, neuerlich zur Feder gegriffen.

 

 

Der Film:

BeginnJeweils 20:30 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr

Infos unter 05339 8205 oder Direkt Online bei der Heimatbühne Wildschönau www.heimatbuehne-wildschoenau.at

Und am 6. Juli 2019 zeigt ORF III im Nachmittagsprogramm die Dokumentation ” Eine kaiserliche Schnapsidee”.

Wir sind live dabei ….. Vorfreude ist groß im Wastlhof
Liebe Grüße

Margit und Team

FESTLICHE FRONLEICHNAMSPROZESSIONEN IM HOCHTAL WILDSCHÖNAU

In der Wildschönau wird kirchliche Tradition noch hoch geschrieben, an den  Fronleichnamsprozessionen in Auffach, Oberau und Niederau nehmen Hunderte daran teil. Die Kirche gedenkt an Fronleichnam an die Einsetzung dieses Sakraments durch Jesus Christus selbst. 

Bei den Gästen hinterlässt diese Glaubensdemonstration großes Erstaunen und Bewunderung.

Die geschichtlichen Wurzeln des Fronleichnamsfestes reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. In dieser Zeit veränderte sich die Messfeier dahingehend, dass in der Eucharistie zunehmend die Realpräsenz Christi in Brot und Wein in den Mittelpunkt rückte und der Gedächtnischarakter in den Hintergrund trat. Zugleich entwickelte sich auf diese Weise zunehmend eine Verehrung der eucharistischen Gaben. Der Name “Fronleichnam” leitet sich im Übrigen vom mittelhochdeutsche Wort “vronlichnam” ab und bedeutet soviel wie “Leib des Herrn”.

Traditionell mit dabei ist die jeweilige Bundesmusikkapelle des Ortes, die Feuerwehr, Chöre und viele Frauen im schmucken “Unterinntaler Kassettl” oder Tracht.

Liebe Grüße Margit und das Wastlhof Team